Normen 

 

Als Spielplatzbetreiber kann man mit einer Vielzahl von Normen konfrontiert werden. Für die Einhaltung der Normen sind natürlich die Hersteller bzw. Dienstleister zuständig. Als Betreiber müssen Sie sich jedoch davon überzeugen, dass Ihre Spielplätze nach der Verkehrssicherungspflicht sicher sind. Demnach müssen Sie sich bei Ihren Lieferanten über die Einhaltung der diversen Normen (mittels Zertifikaten) informieren.

 

Planungsnorm B 2607

Beginnend bei der Planung gibt es in Österreich die ÖNORM B2607 Spiel- und Bewegungsräume im Freien. In dieser Norm sind für den Spielraumplaner wichtige Informationen enthalten, die er in seiner Planungstätigkeit berücksichtigen muss. Wichtige Themen sind etwa die sichere Gestaltung der Spielplatzumgebung oder Vermeidung potenzieller Gefahrenquellen (Straßen, Eisenbahngleise, Gewässer, Giftpflanzen, etc.) in der unmittelbaren Umgebung zu Spielplätzen.

Sollten Sie keinen Spielraumplaner engagieren, so sind Sie selbst als Betreiber für die Einhaltung der sicherheitsrelevanten Teile der ÖNORM B2607 verantwortlich.

 

Spielgerätenorm EN 1176

Spielgeräte unterliegen der in Österreich seit 1998 gültigen europäischen Spielgerätenorm EN 1176 Serie. Diese wurde als Ersatz für die vorher gültige ÖNORM S4235 eingeführt und ist für alle Hersteller seit 1. Januar 2000 verpflichtend anzuwenden.

 

Die DIN/EN 1176 für Spielplatzgeräte und Spielplatzböden

Teil 1: Allgemeine sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren
Teil 2: Anforderungen und Prüfverfahren für Schaukeln
Teil 3: Anforderungen und Prüfverfahren für Rutschen
Teil 4: Anforderungen und Prüfverfahren für Seilbahnen
Teil 5: Anforderungen und Prüfverfahren für Karussells
Teil 6: Anforderungen und Prüfverfahren für Wippgeräte
Teil 7: Anleitung für Installation, Inspektion, Wartung und Betrieb
Teil 10: Anforderungen und Prüfverfahren für vollständig umschlossene Spielgeräte
Teil 11: Anforderungen und Prüfverfahren für Raumnetze

 

Für die Einhaltung dieser Normenteile ist der Hersteller verantwortlich. Lassen Sie sich daher Zertifikate und Datenblätter jener Spielgeräte aushändigen, die Sie Vorhaben zu erwerben und vergewissern sich, dass die Geräte nach dieser Norm gebaut und geprüft sind.

 

Als nächstes kommt es zur Installation der Anlage. Vergewissern Sie sich auch hier, dass Sie die Montage durch ein fachkundiges Personal durchführen lassen. Mitglieder des SBVA werden durch den TÜV Österreich geprüft und erhalten somit das Qualitätsgütesiegel des SBVA, welches den jeweiligen Firmen und deren Mitarbeitern eine fachgerechte Montageleistung bescheinigt.

 

Spezifische Normen

Neben der ÖNORM EN 1176 können auch andere Normen relevant werden, die andere Freizeitartikel regeln. Gängige Anlagen sind hier etwa Multisportfelder. Diese unterliegen in Österreich der europäischen Norm EN 15312 - Frei zugängliche Multisportgeräte. Darüber hinaus könnte auch die Norm für Skateanlagen EN 14974 – Anlagen für Benutzer von Rollsportgeräten zum Tragen kommen.

 

Die Norm ÖNORM EN 1177 Stoßdämpfende Spielplatzböden dient zur Bestimmung der kritischen Fallhöhe.

 

Generell empfiehlt sich als Betreiber immer nur Produkte einem Verkehr zu eröffnen, die nach einer Norm gefertigt sind und auch nach dieser geprüft sind. Bitte beachten Sie, dass ein GS-Zeichen bei Freizeitartikel nichts über die Betriebssicherheit aussagt.